Geschichte

Chronik der Burgschützen Burgrain e.V.

Die Schützengesellschaft „Burgschützen Burgrain" wurde im Jahr 1898 gegründet. Der Verein hat seinen Sitz in Burgrain. Er hat neben dem gesellschaftlichen Zusammenschluss seiner Mitglieder den Zweck, die Mitglieder zu gemeinschaftlichen Schießübungen zu vereinigen, um durch fortgesetzte Handhabung der Sportwaffe und durch Förderung des Schützenwesens der Allgemeinheit zu dienen.

Bereits im Jahre 1924 konnte die Schützengesellschaft ihre erste Fahne weihen, welche sich noch heute in ihrem Besitz befindet. Nach den Kriegswirren des 2. Weltkrieges konnte der damalige Schützenmeister und jetzige Ehrenschützenmeister des Vereins, Gallus Zeheter, Anfang der Fünfziger Jahre den Schießbetrieb im Vereinslokal beim Seilerwirt wieder aufnehmen.

Zur damaligen Zeit entstand nach verschiedenen Meinungsverschiedenheiten in unserer Dorfgemeinschaft ein zweiter Schützenverein, der sich den Namen „Sportschützen Burgrain“ gab und seinen Schießbetrieb im Vereinslokal beim Gipp durchführte.

Am 27. Oktober 1956 gab sich die Schützengesellschaft „Burgschützen Burgrain“ in ihrer Mitgliederversammlung unter Leitung von Gallus Zeheter eine neue Satzung und Geschäftsordnung, die im wesentlichen noch heute Gültigkeit hat. Am 6. Juli 1958 schmückte sich das schöngelegene Dorf zu Füßen der Burg und der Schlosskirche, um einer neuen Fahne der Burgschützen, die verbunden mit dem 60-jährigen Gründungsfest – an diesem Tag im Schlosshof der Burg vom Hochwürdigen Herrn Pfarrer Rathspieler geweiht wurde – einen würdigen Einstand zu geben.

Einen weiteren gesellschaftlichen Höhepunkt in der Vereins- und Dorfgeschichte stellte eine alte bayerische Bauernhochzeit dar, welche am 20.12.1964 in einer öffentlichen Versammlung beschlossen und im Fasching 1965 abgehalten wurde. Durch den großartigen Einsatz der Dorfgemeinschaft wurde diese Veranstaltung ein voller Erfolg. Am 27.4.1968 konnte Schützenmeister Gallus Zeheter in einer Eröffnungsfeier den neuen Schießstand, der in gemeinsamer Eigenleistung entstand und den Burgschützen gehört, zur Durchführung des Schießsports freigeben.

Am 8.12.1968 trafen sich die Vorstandschaften beider, damals in Burgrain bestehenden Vereine, im Gasthaus Seiler zu einer Aussprache. Unter der Leitung der beiden ersten Schützenmeister, Gallus Zeheter und Martin Hein, wurde der Grundstock zu einer Wiedervereinigung beider Vereine gelegt. Schwierigkeiten bei der Namensgebung des neuen Vereins wurden am 15.12.1968 in einer schriftlichen Abstimmung beseitigt. Von 54 anwesenden Schützen beider Vereine stimmten 48 für den jetzigen Namen „Schützengesellschaft Burgschützen Burgrain“. Die Burgschützen, welche seit dem Jahre 1922 dem Gau Erding angehörten, schlossen sich bei der Wiedervereinigung dem Gau Wasserburg-Haag an. Nach dem Rücktritt des ersten Schützenmeisters Gallus Zeheter wurde in der Generalversammlung am 29.7.1972 eine neue Vorstandschaft mit dem jetzigen Schützenmeister Georg Reiner gewählt.

Der Verein zählt heute über 80 Mitglieder. Er stellt ab 1975 je eine Pistolen- und Gewehrmannschaft, zu den Gaurundenwettkämpfen. Verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen, sowie Vergleichs- und Freundschaftsschießen beleben die Schießtätigkeit in der laufenden Vereinsmeisterschaft jedes Jahr und lassen unsere Schützen untereinander Kameraden werden.

Burgrain im Jahre 1976, Schützenmeister Georg Reiner